Rambo © 1982 Orion Pictures | © 2017 StudioCanal / Immer Ärger mit Bernie © 1989 Gladden Ent. | 20th Century Fox

Zum Tode von Regisseur Ted Kotcheff

Avatar von David Höppner

Am 10. April 2025 ist der kanadisch-bulgarische Regisseur Ted Kotcheff im Alter von 94 Jahren, drei Tage nach seinem Geburtstag in Mexiko verstorben.

William Theodore („Ted“)  Kotcheff wurde am 07. April 1931 in Toronto in Kanada geboren.

Kotcheff war der Sohn bulgarischer Eltern und begann seine Fernsehkariere bereits im Alter von 24 Jahren nachdem er einen Abschluss in Literatur gemacht hatte. Da das Fernsehen in Kanada noch in den Kinderschuhen steckte verließ er seine Heimat Richtung Großbritannien und begann dort ebenfalls zunächst für das Fernsehen zu arbeiten, unter anderen beim live übertragenen ‚Armchair Theatre‘. 1958 kam es zu einem kuriosen und tragischen Vorfall, der Hauptdarsteller Gareth Jones, der einen Charakter spielte der einen Herzinfarkt erleidet, erlitt hinter den Kulissen tatsächlich einen fatalen Herzinfarkt, Regisseur und Produzent improvisierten und brachten das Stück zu Ende. Er arbeitete fortan für Fernsehen (ITV Playhouse, No Trams to Lime Street, Espionage) und Theater, u.a. führte er bei der ersten Westend Produktion des Musicals ‚Maggie May‘ Regie.

Sein Filmdebüt gab er bereits 1962 mit ‚Tiara Tahiti – Tag der Rache‘ mit James Mason, Herbert Lom & John Mills. Es folgten unter anderem ‚Life at the Top – Ein Platz ganz oben‘ (1965) mit Lawrence Harvey & Jean Simmons und ‚A Gentlemen Affair‘ (1969). Großes Aufsehen erregte er 1971 mit dem Ozploitation Film ‚Wake in Fright – Ferien in der Hölle‘ mit Donald Pleasance. 1974 drehte er mit Gregory Peck den Western ‚Billy Two Hats – Begrabt die Wölfe in der Schlucht‘, für ‚The Apprenticeship of Duddy Kravitz – Duddy will hoch hinaus‘ mit Richard Dreyfuss erhielt er 1975 den Goldenen Bären auf dem Filmfestival Berlin.

Es folgten mit ‚Fun with Dick and Jane – Das Geld liegt auf der Straße‘ (1977) und ‚Who is Killing the Great Chefs of Europe? – Die Schlemmer-Orgie‘ (1978) zwei Komödien. 1979 folgte der Sportfilm ‚North Dallas Forty – Die Bullen von Dallas‘ mit Nick Nolte als Football Star, der bei Kritikern und Publikum gut ankam. 1982 folgte sein wohl bekanntester und erfolgreichster Film ‚First Blood – Rambo‘ mit Stallone. Er legte mit ‚Uncommon Valor – Die verwegenen Sieben‘ 1983 gleich einen weiteren Vietnamfilm nach, dieser war mit u.a. Gene Hackman, Fred Ward, Patrick Swayze und Reb Brown ausgezeichnet besetzt, das Drehbuch stammte vom leider ebenfalls verstorbenen Wings Hauser. Nach eher wenig erfolgreichen Filmen wie ‚Switching Channels – Eine Frau steht ihren Mann‘(1987) und ‚Winter People‘ (1988), gelang ihm mit ‚Weekend at Bernie’s – Immer Ärger mit Bernie‘ 1989 wieder ein großer Hit und ein echter Komödien Evergreen. Späteren Filmen wie ‚Folks!‘ (1992) mit Tom Selleck und Dolph Lundgren’s ‚The Shooter‘ gelang es nicht ein großes Publikum zu finden. Kurze Zeit später gelang ihm mit dem TV-Film ‚Family of Cops – Eiskalte Wut‘ (1995) mit Charles Bronson ein echter Quoten-Hit. Für den Rest seiner Kariere arbeitete er hauptsächlich fürs Fernsehen, z.B. für ‚Law & Order: Special Victims Unit‘ hauptsächlich als Produzent und nur noch gelegentlich als Regisseur.

Ted Kotcheff war zwei Mal verheiratet, von 1962-1972 mit der Schauspielerin Sylvia Kay und mit seiner Witwe Laifun Chung, er hinterließ außerdem Fünf erwachsene Kinder. Sein Sohn Thomas Kotcheff ist Komponist und Klavierspieler und arbeitete z.B. am Soundtrack von ‚Oppenheimer‘ mit.

R.i.P. Ted Kotcheff


Gefällt dir dieser Beitrag?



Kommentar verfassen

Entdecke mehr von JATIP

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

Cookie Consent mit Real Cookie Banner