Foto © Christoph Niederberger

Pro und Kontra der „Special Edition“ – Der „Krieg der Sterne“ auf VHS

Avatar von Mr. VHS

Der Filmklassiker „Krieg der Sterne“ aka „Star Wars – Episode IV – Eine neue Hoffnung“ von 1977 braucht ja keine Beschreibung mehr. Dieser Film ist Kult und ein Meisterwerk des opulenten Kinos. Einige sagen dazu gerne mal Science-Fiction, aber echte Fans und Experten wissen, dass dieser Begriff komplett am Thema vorbei läuft. „Star Trek“ ist Science-Fiction und auch „2001 – Odyssee im Weltraum“ ist Science-Fiction. „Krieg der Sterne“ jedoch ist eine Weltraum-Oper/Märchen. Elemente des Märchens und der mittelalterlichen Sagengestalten sind hier eingebunden in einen Krieg im All, weit entfernt von uns und vor langer Zeit.

Als dieser Film 1977 in die Kinos kam, setzte George Lucas damit neue Maßstäbe und er sollte diesen Standard beibehalten. Die Fortsetzungen setzten ebenfalls jeweils Maßstäbe und als dann 1997 das 20jährige Jubiläum stattfand, brachte Lucasfilm die überarbeitete „Special Edition“ in die Lichtspielhäuser und hob die Space-Saga „Star Wars“ auf ein ganz neues Level. Neue, noch nie gesehene Szenen, überarbeitete Effekte und einfach nochmal ganz frisch aufpolierte Filmhelden und Schurken wie: Luke Skywalker, Han Solo, Prinzessin Leia und Darth Vader und den Imperator (durch die Prequels auch als Imperator Palpatine bekannt).

Kurze Zeit nach der erneuten Aufführung der Trilogie in der „Special Edition“ wurden in dieser neuen Version auch alle drei Filme als VHS wiederveröffentlicht. Hier gab es auch mehr als eine Auflage und da ich ja eine Obsession betreffend der „Star Wars“-Filme habe, habe ich so viele Auflagen auf VHS gesammelt, wie mir möglich war. Ich besitze zusätzlich auch Auflagen aus Großbritannien mit englischem Ton. Im Bild zu diesem Text seht ihr im Vergleich die deutschen Auflagen des ersten Films „Krieg der Sterne“ in den Verleihauflagen der Urfassung von 1977 in der Silver-Screen-Edition von CBS FOX und die „Special Edition“ von 1997 in der goldenen Box von 20th Century Fox.

Auch wenn es sich jeweils um den gleichen Film handelt, sind die Unterschiede enorm. Es gibt zusätzliche Szenen und brandneue Effekte, die mittels CGI umgesetzt wurden. Jabba the Hutt tritt dadurch hier digital auf, anstatt erst in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Hierfür wurde eine ursprünglich gedrehte Szene mit Harrison Ford genutzt, in der Jabba von einem Menschen dargestellt wurde, was man bei der Erstveröffentlichung dann doch verwarf und hier wieder aufgriff. Das Bild des Films in der ursprünglichen Version wurde bereits wenige Jahre zuvor aufgebessert, worauf man hier gut zurück greifen konnte.

Natürlich stieß die „Special Edition“ nicht nur auf Gegenliebe. Viele Fans mögen die Änderungen nicht, da diese in Teilen auch die ursprünglichen Fassungen der Trilogie entscheidend verändern. Außerdem hatte George Lucas beschlossen die Urfassung nicht mehr neu zu veröffentlichen und sich nur noch auf die „Special Edition“ zu beziehen, die auf DVD und Bluray mehrfach neu aufgelegt und regelmäßig „nachgebessert“ (oder wie einige auch sagen „verschlimmbessert“) wurde. Hierdurch wurde die ursprüngliche Trilogie umfangreich verändert.

Tatsächlich hat die Fassung der „Special Edition“ auf VHS aber ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Nur dort und zusätzlich auf Laserdisc ist die Kinoversion der „Special Edition“ für den Heimkinomarkt veröffentlicht worden. Die Fassungen auf DVD und Bluray stellen generell Überarbeitungen der „Special Edition“ dar und sind mit der ersten Version dieser, wie sie im Kino 1997 komplett zu sehen war nicht mehr identisch. Somit hat diese Version mit der Urfassung einiges gemeinsam und manch anderes aber (wie zuvor schon erwähnt) natürlich auch nicht. Mich persönlich hat zum Beispiel immer das veränderte Lied am Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ gestört, aber ich habe ja schließlich durch die VHS-Versionen der Urversion und die „Limited Edition“ DVDs immer noch Zugriff auf meine Wunschfassung.

Allein aufgrund der Veröffentlichungen der „Krieg der Sterne“-Trilogie aka „Star Wars“ bin ich nach wie vor VHS-Sammler und darüber hinaus natürlich auch. Auch Laserdisc entwickelt sich allmählich zu einem kleinen Hobby von mir, wenn auch eher am Rande.

Vor allem im Bezug auf den „Krieg der Sterne“ von 1977 bis 1983 gibt es für mich immer wieder etwas Neues zu entdecken, weshalb das hier bestimmt auch nicht mein letzter Blogbeitrag zu diesem Thema gewesen sein wird.

Bis bald und möge das VHS-Band mit Euch sein.


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