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Disclosure Day (2026)

Avatar von Jan Planinic

Da war ich doch gestern nach sooo langer Zeit wieder im Kino, und es hat sich absolut gelohnt. Steven Spielberg präsentiert mit „Disclosure Day“ (2026) wieder einen echten Sciene-Fiction-Kinohit. Das Werk erinnert zunächst an seine früheren Erfolge „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977) und „E. T. – Der Außerirdische“ (1982) und hält einige Verweise auf diese beiden Klassiker bereit. Hinzu kommt die gewohnt gekonnte Regieleistung des Meisters – auch wenn sich diese offenbar nicht jedem Zuschauer unmittelbar erschließt. Tatsächlich erinnern die Reaktionen mancher Fans und Kritiker stark an jene aus dem Jahr 1977, als „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ in die Kinos kam.

Auf einer Website bezeichnet ein Kritiker den Film als „Spielbergs bislang schlechtestes Werk“ und als „müden Thriller, dessen Botschaft sich nur darauf reduzieren lasse, dass wir alle freundlich zueinander sein sollten“. Müde ist dieser Thriller jedoch keineswegs – er ist lediglich anders, und das auf eine Weise, die zum Film passt. Außerdem stellt sich die Frage: Welche Botschaft hätte man von Spielberg denn erwartet, wenn nicht eine grundsätzlich positive? Wer diesen Aspekt nicht nachvollziehen kann, hat einen wesentlichen Bestandteil von Spielbergs Gesamtwerk nicht verstanden und verlangt offenbar lediglich nach dem nächsten Sci-Fi-Action-Epos, das ausschließlich den Erwartungen des Mainstreams entspricht. Durch einen anderen Kritiker wurde Spielberg sogar nahegelegt, in den Ruhestand zu gehen. Meine Haltung dazu ist eindeutig: NEIN! Spielberg sitzt weiterhin absolut perfekt und voller Energie auf dem Regiestuhl. Darüber hinaus präsentiert er einen Film, dessen Darstellung des Kontakts mit außerirdischem Leben plausibler erscheint als in so manch anderem Werk.

Doch betrachten wir den Film möglichst spoilerfrei: Gleich zu Beginn werden wir mit einer Geheimoperation konfrontiert, die sich als Geiselnahme entpuppt. Ihr Ziel ist es, geheimes Material zurückzuerlangen, das von einem Whistleblower entwendet wurde. Schnell löst sich diese Geiselnahme auf und entfacht eine Verfolgungsjagd, die bis zu den letzten ca. 15 Minuten andauern sollte. Oberflächlich betrachtet ließe sich die Handlung darauf reduzieren, aber innerhalb dieser Verfolgungsjagd wird die Geschichte jedoch Stück für Stück verständlicher und arbeitet konsequent auf den Höhepunkt des Films hin: die Veröffentlichung der Wahrheit über den Kontakt mit außerirdischem Leben, der von der Regierung seit Jahrzehnten geheim gehalten wurde.

Ein kleiner Hinweis: Die vielen Verweise zu den Werken Spielbergs waren unübersehbar. Unter anderem hat mich die Zug-Szene teilweise doch an Spielbergs Hit „Duell“ (1971) erinnert – großartig! Ich mag so was!

Mein Fazit: Spielberg inszeniert den Film modern, actiongeladen, mysteriös und stimmungsvoll. Dabei schafft er sowohl großartige Momente der Stille als auch überzeugend und mitreißend inszenierte Actionszenen. Die Figuren sind klar ausgearbeitet und geben uns tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelten. – Letztlich bildet der Glaube an die Menschlichkeit die zentrale Botschaft des Films. Und Spielberg hat mit seiner Haltung vollkommen recht: Solche Filme sind für die große Leinwand gemacht – und nicht dafür, beim beiläufigen Streaming nebenher konsumiert zu werden.


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