David Dietrich
Bekannt aus Davids Filmwelt
Medienpädagoge, Movie-Prop-Collector, Drehbuchautor und Regisseur, Blogger, Experte für Filmgeschichte, YouTuber

Über David
Geboren wurde ich in die Familie Dietrich (von Berns) in der unbeliebtesten aber auch unterschätztesten Stadt Deutschlands. Obwohl wir alle aus einfachsten Verhältnissen stammten, war den meisten Mitgliedern meiner Familie Bildung immer sehr wichtig. So war mein Vater ein Leben lang ein sehr belesener und besessener Student der menschlichen Geschichte und Kulturen. Wir waren es gewohnt unter der Führung meines Vaters und meines Onkels quer durch Europa alle wichtigen Schlösser, Burgen, Kathedralen, Schlachtfelder, Gräber, Wohnorte unserer kollektiven europäischen Historie nicht nur zu besuchen, sondern diese lebendig zu erleben. Meine Mutter, die Sprachbegabte der Familie, war für einen leidenschaftlichen Tourguide wie meinen Vater nicht nur Übersetzer, sondern auch das menschliche Tor zu den Bewohnern vor Ort.
Ob wir T.E. Lawrences Cottage und Grab in Cloudhill besuchten, Admiral Nelsons Schlachtschiff HMS Victory in Portsmouth betraten, Schloss Sanssouci in Potsdam einen Besuch abstatteten oder das Schlachtfeld von Waterloo in Belgien besichtigten, Urlaube mit meiner Familie waren immer intensive geschichtliche Exkursionen, von denen ich ein Leben lang nicht nur stark profitierte, sondern sie auch als mein Erbe annahm. Aber nicht nur die Vermittlung von Wissen war meinen Eltern sehr wichtig, sondern auch den Horizont bei uns weit zu stecken, um die Welt mit unseren eigenen Interessen erkunden und erfahren zu können. Schon mit vier Jahren war ich ein Kinofan und begleitete meine Eltern in Filme wie „Elliot das Schmunzelmonster“ oder „Das Dschungelbuch“.
Mit fünf und sechs Jahren überwältigten mich dann Matineevorstellungen solcher Filme wie „Der sechste Kontinent“ und „Das Imperium schlägt zurück“. Als ich begann die Schule zu besuchen, ging ich mit Familie und Freunden regelmäßig in alle möglichen Kinofilme. Oder wir liehen uns ältere Titel aus der Videothek zusammen aus und goutierten und zelebrierten so die ganze Bandbreite der Filmkunst. Dabei beschäftigten wir uns mit allen Genres. Leider war damals ja kaum in Erfahrung zu bringen, wie Filme gedreht werden. Making Offs wie bei „Das Boot“ oder „Star Wars“ gab es nur selten. Bücher waren nur Lexika mit wackeligen Fotos. Von einem reichhaltig gefüllten Internet konnten wir nur träumen, so mussten wir mit unserer eigenen Fantasie aktiv werden: Filme schauen, Bücher lesen und Musik hören…… und dann selber machen.
In meiner Heimatstadt Ludwigshafen wurde 1984 der erste Offene Kanal (Bürgerfernsehen) Deutschlands gegründet, in welchem man Video- und Fernsehtechnik leihen und den Umgang damit erlernen konnte. Ich selbst begann mit 12 Jahren dort linear schneiden und mit VHS und Mini DV Kameras filmen zu lernen. Das wurde zu einem ausgewachsenen Hobby mit immer stärker wachsendem Wunsch, englische Bücher über die Filmherstellung zu lesen. Mit 15 schloss ich die Schule ab, machte bei den John Deere Werken Mannheim eine Ausbildung zum Industriemechaniker und arbeitete danach ein paar Jahre in dem Beruf. Parallel dazu wuchs mein Filmwissen enzyklopädisch in meinem Kopf, ich konnte alles speichern, was ich mir an Fakten aneignen konnte.

Ich beschäftigte mich aber nicht nur mit den Filmen an sich, sondern auch mit dem gesamten technischen, produktionsmäßigen und künstlerischen Schaffensprozess dahinter. Bewarb mich damals erfolglos bei der Filmakademie Ludwigsburg für den Studienplatz Regie (10 Plätze – 4000 Bewerber). Schaffte es leider nicht, genommen zu werden. Leider unterschätzte ich noch sehr die Bedeutung der Praxiserfahrung. Weswegen ich nebenher zu meinen Filmvorträgen für Museen und Institutionen auch begann, mehr Kurzfilme zu schreiben und zu drehen. Wie z. Bsp. den ambitionierten 8mm Kurzfilm „Engel“ und dessen Making of. Peter Herrmannsdörfer, der Kameramann vom SWR, riet mir nach einem gemeinsamen Filmprojekt dazu, etwas Medienpädagogisches zu machen, da ich damit im Offenen Kanal schon viel Erfahrung gesammelt hatte. Also studierte ich bei der Hochschule Mannheim Sozialpädagogik mit medienpädagogischem Schwerpunkt. Dort arbeitete ich auch weiter an immer größer werdenden Kurzfilmen. Und wurde sogar als Tudor für den Medienbereich der Fakultät angestellt.
Bei meinem zwei Semester dauernden Projektseminar kam mir die Idee, gemeinsam mit anderen Studenten, einen Spielfilm zu einem sozialen Thema zu drehen. Ich warb einige Studenten an, schrieb das Drehbuch zu „Erosion“ , rekrutierte die Kommandocrew (Produzenten) und besorgte Gelder.
Dann begannen wir, die Dreharbeiten zu planen. Profis aus der Industrie (Post Republic Studios in Berlin) als Gastdozenten zu gewinnen, Schauspieler zu casten und Drehgenehmigungen einzuholen. Im Sommer 2008 drehten wir. Danach kam die Postproduktion und etwas später die Premiere in einem Kino. Es war ein sehr großes und umfangreiches Unternehmen, das nur gelingen konnte, weil einige der Teammitglieder über sich hinauswuchsen. Wie gerne würde ich darüber ein Making Of drehen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums arbeitete ich für verschiedene Organisationen, auch als Medienpädagoge, bis ich eine Stelle bei der Stadt Mannheim antrat.



Artikel in der Rheinpfalz vom 11.02.2016
Wenn sich der Kurfürst über Mozart freut
Währenddessen fragten mich ein paar professionelle deutsche Stuntmen an, ob ich für sie und ihr „kleines“ Actionfilmprojekt ein Drehbuch schreiben könnte, was ich tat und lernte dabei gleich eine Hollywood Legende und viele Profis kennen… damit hatte ich meinen ersten Kontakt zum professionellen Kinofilm. Was eine harte Schule war, da ich mit vielen Situationen und auch den Meinungen der professionellen Filmcrew erst lernen musste umzugehen. Leider wurde der Film nie gedreht, aber ich habe dabei viel gelernt. Und stürze mich seitdem immer wieder in neue professionelle Filmprojekte als Autor, Regisseur und Produzent…..
Mein Leben dreht sich um meine Familie und meine Filmcrew. Meine Interessengebiete und besonderen Fähigkeiten sind: Film, Filmgeschichte, Geschichten (aus verschiedenen Bereichen) finden und sammeln, Drehbücher schreiben, Regie führen, als Medienpädagoge wirken. Zudem setze ich mich intensiv mit Geschichte, Politik und Wissenschaften (auch filmisch) auseinander. Neben meinen Büchern und Filmen sammle ich noch ORIGINAL Filmrequisiten, Kostüme, Drehbücher, Artwork und Produktionsunterlagen.
Davids Blog-Beiträge
John Carpenter hat endlich seinen Stern auf dem Walk of Fame
Schon viele erfolgreiche Regisseure, Schauspieler und Künstler der Filmindustrie wurden im Laufe der Geschichte mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. Nun kommt diese Ehre auch einem der renommiertesten Autoren, Komponisten, Produzenten und Regielegenden des modernen phantastischen…
American Zoetrope – Teil 3 | Making of THX 1138
Die Pre-Production George Lucas wollte einen Science Fiction Film schaffen, der zum einen eine sehr starke gesellschaftskritische Story enthielt, zum anderen Visuell aber sehr Stilisiert war was die Bildsprache betraf. Er wollte nur wenige wenig Dialoge, also schrieb er auch…
American Zoetrope – Teil 2 | American Zoetrope und THX 1138
Der zeitliche Sprung vom altem zum neuen Hollywood war in etwa von 1968 bis zum Ende der 70er Jahre. In diesen Jahren kam es zu einem manchmal radikalen Generationswechsel, nicht nur unter den Schauspielern oder den Produktions- und Drehteams, sondern…
American Zoetrope – Teil 1 | THX 1138: Der Mensch als konforme und seelenlose Nummer
Am Ende der 60er Jahre löste die Film-Fabel PLANET DER AFFEN (1968) einen langanhaltenden Trend im Science Fiction Film Genre aus, nämlich die monetär erfolgreiche Begründung des Untergenres dystopischer Endzeitfilm. Neben den klassischen Science Fiction Themen wurde dieses Thema für…
Davids Filmproduktionen
Engel
2003 | 8mm-Kurzfilm + Making of
Kameraarbeit: David Dietrich
Im Jahr 2003 sammelte sich eine Gruppe junger Filminteressierter im Offenen Kanal Ludwigshafen um mit dem SWR Kameramann Peter Herrmannsdörfer einen 8 Millimeter Kurzfilm zu drehen. Dabei entstand ein beeindruckendes Making Of und sogar zwei Kurzfilme im 8 Millimeter Format.
Erosion
2010 | Kurzfilm
Regie, Drehbuch: David Dietrich
Als Ergebnis eines zwei Semestrigen Filmprojektes hatten 50 Studenten der Hochschule Mannheim zusammen mit Profis aus der Filmindustrie einen ambitionierten professionellen Kino Kurzfilm produziert. Der Film feierte in diversen Kinos in 2011 Premiere.
Schwetzingen
2018 | Dokumentarfilm
Regie, Drehbuch: David Dietrich
Zum 1250. Jubiläum der Stadt Schwetzingen drehten die Filmfirma RedLens Media sowie der lokale Künstler Michael Fuchs einen spielfilmlangen Dokumentarfilm über die Geschichte der Stadt Schwetzingen. Dabei spielten die Bürger der Stadt ihre eigenen historischen Vorfahren.
David auf „Filme, Serien und Stars“
Im Rahmen des YouTube-Kanals „Filme, Serien und Stars“ ist David regelmäßig als Mitwirkender präsent. Hier bringt er sich aktiv in Diskussionen, Hintergrundanalysen und nostalgische Rückblicke ein. Ob in Talkrunden zu Filmklassikern, Sonderformaten zu bestimmten Schauspielern oder in Beiträgen rund um das Thema Kino – David bereichert das Programm durch seine reflektierte Perspektive, seinen Enthusiasmus und seine Fähigkeit, persönliche Filmerinnerungen mit historischen Kontexten zu verbinden.
Ein besonderes Merkmal seiner Mitwirkung ist seine Fähigkeit, komplexe technische oder filmhistorische Zusammenhänge in zugänglicher Weise zu vermitteln – ohne dabei an Tiefe zu verlieren. David steht beispielhaft für jene cinephile Generation, die sich nicht nur konsumierend, sondern aktiv gestaltend mit dem Medium Film auseinandersetzt. Seine Beiträge tragen dazu bei, die Leidenschaft für Filme, analoge Technik und physische Medienformate nicht nur zu bewahren, sondern lebendig und zugänglich zu halten.
Cabal – Die Brut der Nacht (1990)
Screen Used | Original Filmkostüme sammeln
Warum ich Filmklassiker mag…
David auf „Media Collectors Club“
Indicator, Warner Archive & Kino Lorber | Unboxing
Davids Australien Import | Unboxing
Apocalypse Now + Des Teufels Saat | Unboxing

